NEULAND - Terra Incognita

Was wir heute als lautloses Übergleiten ins digitale Zeitalter mit noch nicht vorhersehbaren gesellschaftlichen Veränderungen erleben, hat seine Wurzeln bereits im 16. Jahrhundert. Die Epoche der Demokratisierung und massenhaften Verbreitung von Nachrichten, Meinungen und Wissen wurde maßgeblich durch Gutenbergs Buchdruck eingeläutet und fand mit den Neuerungen zur bildhaften Reproduktion eine weitere Steigerung in der Erfindung der Fotografie. Der Drang nach technischem Fortschritt hat unsere Region und das Leben der Menschen seit jeher verändert. Die Geschichte lehrt, dass nichts beständiger ist als der Wandel. Darüber hinaus gab es immer wieder historische Ereignisse, die eine Zeitenwende einläuteten und Gesellschaften animierten – oder zwangen – sich auf Neuland zu wagen. Bis heute bedeuten Kriege die größten Zäsuren. Einschnitte dieser Dimension verbanden sich häufig mit Aufbruchsbewegungen in neue Länder und Kulturen und damit in eine Terra incognita.

 

In unserem fünften Themenjahr „NEULAND – Terra incognita“ stellen wir Ihnen die vielfältigen kulturellen Auswirkungen großer historischer Umbrüche in der Rhein-Maas Region vor: Starke Frauen, die sich 1919 ihre politischen Rechte erkämpften, Reformer und Regenten, die am Niederrhein neue Zeiten einläuteten, „Bauhäusler“ und die künstlerische Avantgarde der Nachkriegszeit. Technische Pionierleistungen stehen ebenso im Fokus wie die Entdeckung des süßen Innenlebens der niederrheinischen Runkel, die für Genießer und Schleckermäuler mit Schoko, Klömpkes, Lutscher und co. paradiesische Zeiten anbrechen ließ.

 

Wir geben wir Ihnen einen Vorgeschmack auf all das, was Sie in den kommenden Monaten bei uns in den Niederrheinlanden entdecken, erleben und erfahren können. Dabei sind Sie selbst ein wesentlicher Bestandteil des Gelingens unserer Ausstellungen und Projekte. Lassen Sie sich überraschen!

Ihr Kulturgeschichtliches Museumsnetzwerk Rhein-Maas